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Hörgeräteakustiker vs. Optiker

In Alter on 23. Oktober 2010 at 14:55

Was bisher geschah:

Die Mutter hört schlecht, bzw. ich höre sehr gut, was die Mutter so im Fernsehen schaut. Während sie in der Wohnung unter mir ist. Und ich versuche, mein Programm zu schauen. Laut. Damit ich es verstehen kann, gegen das Programm von unten.

Haben wir mal die gleiche Sendung an, ist es ganz lustig, ein bisschen wie Surround Sound. Meist sind wir aber verschiedener Meinung und dann nervt es. Gewaltig.

Darüberhinaus ist es schwierig wenn man beim Betreten der mütterlichen Wohnung grüßt und nicht zurück gegrüßt wird. Die Frage ist nun:

  • Lohnt es sich, beleidigt zu sein?
  • Erneutes Grüßen?
  • Hat sie den Mund voll und kann nicht grüßen?

Entscheide ich mich für erneutes Grüßen, kann folgendes passieren:

  • „Meinst Du, ich hör Dich nicht, oder warum sagst Du alles zweimal?“
  • „HAST Du mich erschreckt!“
  • nix

Grüße ich nicht noch einmal, gibt es folgende Szenarien:

  • „Sagst Du nicht mal mehr Hallo wenn Du reinkommst?“
  • „HAST Du mich erschreckt!“
  • nix

Irgendwie bleibt es sich also gleich …

Damit das aufhört und für mehr Lebensqualität wird der Mutter nahe gelegt, doch einen Ohrenarzt aufzusuchen.

„Wieso denn das? Ich hör noch gut, Du glaubst wohl, Du hast es mit einer alten Frau zu tun? Seit damals im Krankenhaus, ist das schon viel besser geworden. Ich krieg noch alles mit, glaub‘ mal nicht.“

Denn nicht.

Nun steht man mal mit der Mutter vor der Fleischtheke und bekommt mit, wie sie sich nach dem Wildgulasch erkundigt. Der Verkäufer ist verwirrt, kennt aber besagte Mutter schon länger und fragt freundlich nach. Mutter besteht auf Wildgulasch, das sei schließlich im Angebot und stünde ja auch groß auf dem Plakat hinter dem Fleischereifachverkäufer an der Wand. Da steht aber Rindersteak in großen Werbebuchstaben.

Damit das aufhört und für mehr Lebensqualität wird der Mutter nahe gelegt, doch einen Augenarzt aufzusuchen.

„Wofür das denn? Ich bin schließlich kurzsichtig, das wird mit dem Alter besser!!

Denn nicht.

Um es kurz zu machen, nachdem an Mutters Brille ein Nasenbügel abbrach, ich mir selber bereits die zweite Brille besorgt hatte, immer wieder an taktisch klugen Stellen von meinem langsam schlechter werdenden Hörvermögen berichtete und freundliche  Hörgeräteakustiker Sonderseiten in Zeitungen im Umland veröffentlichten, war  es endlich so weit.

Wir gingen zum Optiker. Und zum Hörgeräteakustiker.

Beide empfahlen nach den Tests dringend den jeweiligen Arztbesuch. Das haben wir also noch vor uns. Wie die vorangegangenen Besuche verlaufen sind, verlangt einen eigenen Beitrag (tba).

… ich hab so ein Summen im Ohr …

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