Ich habe einen Beitrag über Kittelschürzen gesehen. Doch noch nicht ausgestorben, hab ich mir gedacht. Sie ist ein Trenn-Kleidungsstück; trennt nach Alter. Von älteren Frauen noch mit Vehemenz eingefordert und oft auch mit solcher gekauft, sind die jüngeren Semester so gleich gar nicht mehr mit ihr vertraut.
Man sieht vor dem geistigen Auge, die eigene Oma, vielleicht sogar die Mutter, damit rumlaufen, aber selber so etwas tragen? Kommt nicht in die Küche! Und in die Tüte auch nicht.
Wie wäre es nun, wenn wir ein Revival starten würden? Ja, ich hör es schon: das hätte dir auch früher einfallen können, dann gäbe es Quelle vielleicht noch.. Entschuldigung. Dann retten wir eben Neckermann damit. Oder Otto. Oder wen auch immer.
Ich meine nun auch nicht, dass wir so richtig stylische, politisch korrekte neue Kittelschürzen designen wollen, sondern ein Zurück zur guten alten Nylon-Schürze. Mit all ihren grauenhaften Mustern und merkwürdigen Namen, mit und ohne Gürtel, mit halbem oder ohne Arm; ihr wisst schon. Blautöne mit Violett wohin das Auge blickt. Schweiß und Fett dass es eine Freude hat! Ein Fest der Emotionen und Gerüche. Nicht zu vergessen der elektrische Schlag, der einen ereilt wenn man gar zu flink übers Linoleum gewuselt ist und dann an den Herd packt – Herrlich!
Ich werde mir eine zulegen. So viel Mut muss sein.
